Dichtstoff - Lexikon

Begriff Definition
Haftadditive

Haftadditive sind Zusatzstoffe, die Dichtstoffen in geringen Mengen zugesetzt werden, um eine verbesserte Haftung auf vielen Untergründen zu erzielen. Trotzdem empfiehlt es sich grundsätzlich eine Vorbereitung des Untergrunds mit Haftvermittlern vorzunehmen. (siehe Haftvermittler)

Haftflächen

Als Haftflächen bezeichnet man die zu verbindenden Flächen bei der Verfugung. Haft-
flächen müssen Staub- und fettfrei sein. In der Praxis wird deshalb eine Reinigung mit Terpentin oder Methylethylketon vorgenommen. Für den Fall von Dichtstoffrückständen
in der Fuge ist ein geeigneter Entferner einzusetzen. (siehe Epoxy-Remover u. Silikon-
entferner)

Haftprüfung

Vor Beginn der eigentlichen Verfugung ist es empfehlenswert, zu prüfen, ob der Dichtstoff genügend Selbsthaftung aufweist oder ob zusätzliche Haftvermittler (siehe Havo-Primer) eingesetzt werden müssen.

Haftvermittler

Die Haltbarkeit eines Dichtstoffs bezieht sich auf dessen Lagerung, wobei unbedingt die vorgeschriebene Lagertemperatur eingehalten werden muss. In den meisten Fällen garantiert ein Dichtstoff-Hersteller eine Haltbarkeit von bis zu 12 Monaten nach Herstell-
ungsdatum. Bei unsachgemäßer oder zu langer Lagerung härtet die Dichtmasse
bereits in der Kartusche aus oder es kommt zu Verzögerungen bzw. dem Ausbleiben
der Aushärtungsreaktion.

Handpresspistole (Dichtstoffpressen)

Technisches Hilfsmittel, um den Inhalt einer Dichtstoffkartusche oder eines Beutels auszupressen. Handpresspistolen unterscheiden sich in ihrer Bauart u.a. hinsichtlich des Mechanisierungsgrads (automatisch / manuell) der zu verarbeitenden Kartuschen-
länge und Art, Viskosität des Dichtstoff oder der Hebelübersetzung.

Härte (Shore)

Die Shore Härte (bei Weich-Elastomeren Shore-A) ist der Widerstand, den ein ausge-
härteter Dichtstoff dem Eindringen eines mechanischen Gegenstands entgegensetzt.
Im Versuch wird eine gehärtete Metallnadel mit einer Kraft von 12,5 N in die ausge-
härtete Dichtmasse gedrückt und die sog. Shore-Härte nach DIN 53505 und DIN 7868
bestimmt. 0 Shore (2,5 Millimeter Eindringtiefe) bis 100 Shore (0 Millimeter Eindring-
tiefe). Eine hohe Zahl bedeutet eine große Härte.

Hautbildung

Der Aushärtungsprozess beginnt bei den meisten Dichtstoffen nach wenigen Minuten
und wird durch die Bildung einer Haut auf der Oberfläche der Fuge angezeigt. Jedem
Dichtstoff kann in Abhängigkeit von der Umgebung eine Hautbildung in mm pro Zeit-
intervall zugeordnet werden. Bei kühlem, trockenem Wetter dauern Aushärtung und
Hautbildung deutlich länger.

Hautkontakt

In einigen Fällen können Unverträglichkeiten bzw. allergische Reaktionen auf
bestimmte Inhaltsstoffe bauchemischer Produkte beobachtet werden. Hautkontakte
(sowie Kontakte mit den Augen) sollten bei jeglichen Arbeiten mit Dichtstoffen ver-
mieden werden, insbesondere, wenn die Gefahrensätze auf den Produkten dies
bescheinigen. Empfehlenswert sind Schutzkleidung und Schutzbrille.

Havo-Primer

(siehe Haftvermittler)

Hinterfüllungsmaterial

Fugenfüllungsmaterial soll dem einzubringenden Dichtstoff einen guten Halt in der Fuge geben und ist oft eine technische Notwendigkeit. Zu beachten ist, dass das Profil immer eine Größe größer als die Fugenbreite gewählt werden sollte, um Stabilität zu
gewährleisten. Außerdem sollte das Profil weder gestaucht noch gestreckt werden,
da es sich in seine ursprüngliche Länge zurückzieht. Fugenfüllungsmaterial besteht meist aus Geschlossenzellige,-porige Polyethylen.

Hygiene - Anforderungen an Dichtstoffe

Dichtstoffe müssen bei einigen Anwendungen Hygienevorschriften genügen z.B. den Normen nach DIN EN ISO 846. Hier wird das Verhalten des Dichtstoffs gegenüber Bakterien und Schimmelpilzen untersucht.

Musterkarte Online!

Unser Standardfarbprogramm -
die Musterkarte mit Lupenfunktion!

Take a look ...

SARKÖZY Dichtstoffwerk oHG  -  Gewerbepark Birkenhain 20  -  63579 Freigericht  -  Telefon: 060 51 - 53 845-0  -  Fax: 060 51 - 53 845-15  -  Germany