Dichtstoff - Lexikon

Begriff Definition
Abdichten

(siehe Fugendichtung)

Abriebfestigkeit

Die Abriebfestigkeit bezeichnet die Widerstandsfähigkeit von Dichtstoffen gegenüber mechanischer Beanspruchung, insbesondere Reibung. Die Abriebfestigkeit wird von
den Oberflächeneigenschaften, hauptsächlich der Rauheit und Härte, bestimmt.

Abziehen der Fuge

Abziehen (glätten) der frischen Dichtstoff-Fugen mittels Werkzeug. Zusätzlich wird ein Glättemittel verwendet. (siehe Fugi-Fix-Fugenabzieher, Werkzeug, Glättmittel)

Acrylat-Dichtstoff

Geruchsneutraler, wasserhaltiger Dichtstoff vornehmlich für die Abdichtung von Rissen im Mauerwerk. Acryl ist im ausgehärteten Zustand überstreichbar.

Adhäsion (Klebstoffe)

Adhäsion ist der physikalische Zustand einer Grenzfläche, die sich zwischen dem Klebstoff und dem zu verklebenden Medium ausbildet – also zwischen Feststoffen und Flüssigkeiten. Die Haupteigenschaft dieses Zustandes ist der mechanische Zusammenhalt der beteiligten Stoffe.

Adramaq

Adramaq GmbH ist ein deutsches Unternehmen spezialisiert auf Designerplanken
und Fliesen mit Sitz in Dauphtetal / Deutschland.

Altro

Altro Limited ist ein Unternehmen,das sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Sicherheitsbodenbelägen sowie Wandverkleidungen spezialisiert hat. Hauptsitz ist in Hertfordshire/Groß-Britannien.

Amtico

Amtico International ist ein Unternehmen spezialisiert auf die Herstellung von Design-Bodenbelägen mit Sitz in Coventry / Großbritannien.

Anschlussfuge

Anschlussfugen entstehen zwangsläufig, wenn zwei unterschiedliche Bauteile
aneinander treffen und der gebildete Spalt geschlossen werden soll. Die bekann-
testen Anschlussfugen findet man im Sanitärbereich, u.a. als Anschluss zwischen
Badewanne oder Waschbecken zur Wand oder zum Fußboden. Die meisten
Anschlussfugen müssen nur geringen Bewegungen Stand halten. Aus diesem
Grund können auch Dichtstoffe mit geringerer Elastizität verwendet werden.

Anstrichverträglichkeit

Anstrichverträglich ist ein Dichtstoff dann, wenn er zur Abdichtung von mit Anstrichmitteln beschichteten Bauteilen verwendet werden kann. (siehe auch Acryl u. Polymercolor)

Armstrong

Armstrong DLW GmbH mit Verwaltungssitz in Bietigheim-Bissingen und Produktion
in Delmenhorst ist Hersteller von Linoleum.

Artigo

Artigo S.p.a. ist Hersteller von Gummi-Bodenbelägen mit Sitz in Cairo-Montenotte / Italien.

Aushärtungszeit

Als Aushärtungszeit bezeichnet man das Zeitintervall zwischen dem Auspressen
der Fugenmasse und der vollständigen Beendigung der Aushärtungsreaktion des Dichtstoffs. Die Geschwindigkeit der Aushärtung ist dabei abhängig von der Menge Wasserdampf und der Temperatur der Umgebung. Es ist zu beachten, dass bei einigen Nicht-reaktiven Dichtstoffen Auslieferungs- und Anwendungszustand identisch sind,
also keine Aushärtungsreaktion stattfindet.

Bakterizid

Ein Bakterizid ist eine zusätzliche Substanz, die ein Befall des Dichtstoffs mit Mikroorganismen so lange wie möglich verhindern soll.

Begehbarkeit des Bodens

Begehbar ist ein frisch verfugter Fußboden in den meisten Fällen ab 8 bis 24 Stunden. Entscheidend neben der Art des eingesetzten Dichtstoffs sind die Fugengeometrie sowie die Umgebungsbedingungen.

Beschichtung (des Untergrunds)

Untergrundbeschichtungen werden vorgenommen, um Verschmutzungen zu verhindern, den Boden chemikalienresistent zu machen, ihn optisch Aufzubereiten und eine Anti-Rutsch Wirkung zu erzielen.

Bruchdehnung

Die Bruchdehnung ist ein Materialkennwert des Dichtstoffs, der die bleibende
Verlängerung (in Prozent) einer Probe nach dem Bruch, bezogen auf die
Anfangsmesslänge, angibt. Die Bruchdehnung eines Dichtstoffs sollte in den
Technischen Daten aufgeführt sein.

Chemikalienresistenz - Dichtstoff

Widerstandsfähigkeit eines Dichtstoffs gegenüber Chemikalien wie Säuren und Laugen oder auch Öle und Fette.

Dauerelastisch

Die Dauerelastizität eines Dichtstoffs beschreibt im engeren Sinne, wie sich dieser
durch Einwirkung einer äußeren mechanischen Kraft verformt. Im weiteren Sinne kann Dauerelastizität bei Dichtstoffen als Oberbegriff zu Materialkennwerten wie Bruchdeh-
nung, Härte, Schrumpfung oder Dehnsteifigkeit angesehen werden.

Debolon

Debolon GmbH und Co. KG ist ein deutscher Hersteller elastischer Bodenbeläge mit
Sitz in Dessau-Roßlau.

Designflooring

Designflooring International ist ein Hersteller von Design-Bodenbelägen mit Sitz in Evesham / Großbritannien.

Dichtstoff

Ein Dichtstoff ist ein Werkstoff zum Abdichten von Fugen, Spalten, Durchbrüchen und dergleichen. Der Dichtstoff muss an den Fugenflanken haften, um seine Funktion
erfüllen zu können.

Dispenser

Ein Dispenser ist eine Vorrichtung zur verkaufsfördernden Präsentation von Dichtstoffkartuschen und Zubehör.

Dispersionsfarben

Als Dispersionsfarben bezeichnet man Anstriche, die aus einer chemischen Dispersion
von Binde- und Lösungsmitteln, Farbmitteln und Zusatzstoffen bestehen.

Einkomponentige Dichtstoffe

Als einkomponentig bezeichnet man Dichtstoffe, die mit dem Wasserdampf in der Luft
(z.B. Silikon) oder unter Wasserabgabe (Acryl) aushärten.

Entfernen von Dichtstoffen

Dichtstoffe werden je nach Untergrund und Aushärtungszustand mechanisch bspw.
unter Verwendung einer Spachtel, eines Fugenschneiders oder chemisch durch spezielle Reinigungsmittel (siehe auch Epoxy-remover, Silikon-Entferner) entfernt.

Epoxidharz

Ein Epoxidharz, das unter Zugabe geeigneter Härter einen Dichtstoff von hoher Festigkeit und chemischer Beständigkeit ergibt, härtet je nach Zusammensetzung, Mischverhältnis und Umgebungstemperatur innerhalb von wenigen Minuten bis einigen Stunden aus. (siehe auch Easypox 150, Havopox 400 und Havopox 620)

Erstabdichtung

Als Erstabdichtung bezeichnet man die erstmalige Verfugung eines Bodenbelags. Wichtig ist eine Unterscheidung in Erstabdichtung und Sanierung (Sanierungsfuge) bezüglich Gewährleistung. Dichtstoffhersteller geben nur bei Erstabdichtungen ihre Gewährleistung.

Estrich

Als Estrich bezeichnet man den Untergrund für einen Fußbodenbelag. In manchen Fällen wird der Estrich als fertiger Boden verwendet.

Fassade - Risse abdichten

Immer wieder kann es zu feinen Rissen in Fassaden bzw. dem Mauerwerk kommen. Speziell für dieses Einsatzgebiet empfiehlt sich ein witterungsbeständiger und überstreichbarer Dichtstoff. (Polymercolor, Acryl)

Fehlstellen in Bodenbelägen

Als Fehlstellen in Bodenbelägen werden Risse, Löcher u.a. bezeichnet. Von Größe und Fehlerart ist es abhängig, ob und wie eine Fehlstelle in einem Bodenbelag beseitigt werden kann. Es ist z. B. möglich, kleinere bis mittelgroße Risse in Gummiböden mit Expoxidharz-Fugenmassen (siehe Easypox 150, Havopox 400 und Havopox 620) zu schließen.

Fensteranschlussfugen

Fugenabdichtungen an Fenstern und Fassaden schützen eine Immobilie nicht nur vor schädlichen Einflüssen von außen, sie leisten auch einen entscheidenden Beitrag zur effektiven Dämmung von Wärme, Schall und Zugluft. Fugen an Fenstern sind unter-
teilbar in Raumseite und Windseite. An der Innenseite (Raumseite) kommt oftmals ein überstreichbares Acryl (siehe Acryl oder Polymercolor) zum Einsatz. An der Windseite ist ein Dichtstoff zu empfehlen, der unterschiedlichen Witterungsbedingungen standhält. (Polymercolor)

Feuchtraum verfugen

Ein Feuchtraum ist ein Begriff aus dem Bauwesen. Er umschreibt einen Raum mit Wassernutzung, etwa einem Badezimmer, der Küche in einem Wohnhaus. Ebenso gelten öffentliche Schwimmhallen, (Gemeinschafts-) Duschen und Saunen ebenfalls
als Feuchträume. Empfehlenswert ist ein Dichtstoff, der fungizid sowie bakterizid ausgestattet ist. (siehe Havocolor, Sarkösil, Polymercolor)

Forbo

Die Forbo Flooring GmbH (Mutterkonzern ist die in der Schweiz ansässige Forbo Holding AG) ist ein Hersteller von Objekt-Vinyl- sowie Akustikbelägen mit Sitz in Paderborn.

Fräsen der Fuge

Fugen können mittels Winkelschleifer und einem Fugenfräsen-Aufsatz gefräst werden.
Die Fräsköpfe bestehen meistens aus einer Titan/Hartmetall-Legierung. Verwendung findet die Fugenfräse, um neue Fugen in den Belag zu schneiden oder aber zum Heraustrennen bereits bestehender Dichtstofffugen. Für letzteren Zweck empfiehlt sich grundsätzlich der Gebrauch von Fugenschneidern. (siehe Werkzeug)

Fugenart

Unterschieden wird eine Vielzahl von Fugenarten. Sie haben hauptsächlich
mechanische Funktionen (Spannungsausgleich und Rissvorbeugung). Außerdem
soll verhindert werden, dass Wasser das verfugte Medium unterwandert. Man unter-
scheidet zwischen: Setzfugen, Raumfugen, Dehnfugen, Anschlussfugen, Gleitfugen,
Schattenfugen, Scheinfugen, Wartungsfugen, Mauerwerksfugen, Feldbegrenzungs-
fugen (auch Randfuge) und Randfugen.

Fugendichtung

Unter Fugendichtung versteht man den elastischen Verschluss einer Fuge mit Dichtstoffen oder Hinterfüllungsmaterial. (siehe auch Hinterfüllungsmaterial.

Fugensanierung

Als Fugensanierung bezeichnet man das Herausschneiden beschädigter oder un-
brauchbar gewordener Fugen und die anschließende Neuverfugung- oder Abdichtung. Meist wird bei Fugensanierung dieselbe Dichtmethode wieder verwendet. In einigen Fällen, wie z. B. bei der Kaltverschweißung ist jedoch eine Erneuerung mittels nochmaliger Verschweißung nicht möglich. (siehe Easypox 150, Havopox 400,
Havopox 620)

Fungizid

Ein Fungizid ist eine zusätzliche Substanz, die den Dichtstoff vor Pilzbefall schützen soll.

Gerflor

Gerflor Mipolam GmbH ist ein Hersteller und Anbieter von Designer-Bodenbelägen
mit Sitz in Villeurbanne Cedex – Frankreich.

Geruchsneutral

Als geruchsneutrale Dichtstoffe gelten u. a. Acrylate und neutral-vernetzte Silikone.

Glättmittel

Nach dem Ausspritzen der Dichtmasse ist die Fuge schlierenfrei abzuziehen. Bei den meisten Dichtstoffen verwendet man hierfür eine Seifenwasser-Mischung. (siehe auch
Havo-Finisher Spray)

Grundierung

(siehe Haftvermittler)

Haftadditive

Haftadditive sind Zusatzstoffe, die Dichtstoffen in geringen Mengen zugesetzt werden, um eine verbesserte Haftung auf vielen Untergründen zu erzielen. Trotzdem empfiehlt es sich grundsätzlich eine Vorbereitung des Untergrunds mit Haftvermittlern vorzunehmen. (siehe Haftvermittler)

Haftflächen

Als Haftflächen bezeichnet man die zu verbindenden Flächen bei der Verfugung. Haft-
flächen müssen Staub- und fettfrei sein. In der Praxis wird deshalb eine Reinigung mit Terpentin oder Methylethylketon vorgenommen. Für den Fall von Dichtstoffrückständen
in der Fuge ist ein geeigneter Entferner einzusetzen. (siehe Epoxy-Remover u. Silikon-
entferner)

Haftprüfung

Vor Beginn der eigentlichen Verfugung ist es empfehlenswert, zu prüfen, ob der Dichtstoff genügend Selbsthaftung aufweist oder ob zusätzliche Haftvermittler (siehe Havo-Primer) eingesetzt werden müssen.

Haftvermittler

Die Haltbarkeit eines Dichtstoffs bezieht sich auf dessen Lagerung, wobei unbedingt die vorgeschriebene Lagertemperatur eingehalten werden muss. In den meisten Fällen garantiert ein Dichtstoff-Hersteller eine Haltbarkeit von bis zu 12 Monaten nach Herstell-
ungsdatum. Bei unsachgemäßer oder zu langer Lagerung härtet die Dichtmasse
bereits in der Kartusche aus oder es kommt zu Verzögerungen bzw. dem Ausbleiben
der Aushärtungsreaktion.

Handpresspistole (Dichtstoffpressen)

Technisches Hilfsmittel, um den Inhalt einer Dichtstoffkartusche oder eines Beutels auszupressen. Handpresspistolen unterscheiden sich in ihrer Bauart u.a. hinsichtlich des Mechanisierungsgrads (automatisch / manuell) der zu verarbeitenden Kartuschen-
länge und Art, Viskosität des Dichtstoff oder der Hebelübersetzung.

Härte (Shore)

Die Shore Härte (bei Weich-Elastomeren Shore-A) ist der Widerstand, den ein ausge-
härteter Dichtstoff dem Eindringen eines mechanischen Gegenstands entgegensetzt.
Im Versuch wird eine gehärtete Metallnadel mit einer Kraft von 12,5 N in die ausge-
härtete Dichtmasse gedrückt und die sog. Shore-Härte nach DIN 53505 und DIN 7868
bestimmt. 0 Shore (2,5 Millimeter Eindringtiefe) bis 100 Shore (0 Millimeter Eindring-
tiefe). Eine hohe Zahl bedeutet eine große Härte.

Hautbildung

Der Aushärtungsprozess beginnt bei den meisten Dichtstoffen nach wenigen Minuten
und wird durch die Bildung einer Haut auf der Oberfläche der Fuge angezeigt. Jedem
Dichtstoff kann in Abhängigkeit von der Umgebung eine Hautbildung in mm pro Zeit-
intervall zugeordnet werden. Bei kühlem, trockenem Wetter dauern Aushärtung und
Hautbildung deutlich länger.

Hautkontakt

In einigen Fällen können Unverträglichkeiten bzw. allergische Reaktionen auf
bestimmte Inhaltsstoffe bauchemischer Produkte beobachtet werden. Hautkontakte
(sowie Kontakte mit den Augen) sollten bei jeglichen Arbeiten mit Dichtstoffen ver-
mieden werden, insbesondere, wenn die Gefahrensätze auf den Produkten dies
bescheinigen. Empfehlenswert sind Schutzkleidung und Schutzbrille.

Havo-Primer

(siehe Haftvermittler)

Hinterfüllungsmaterial

Fugenfüllungsmaterial soll dem einzubringenden Dichtstoff einen guten Halt in der Fuge geben und ist oft eine technische Notwendigkeit. Zu beachten ist, dass das Profil immer eine Größe größer als die Fugenbreite gewählt werden sollte, um Stabilität zu
gewährleisten. Außerdem sollte das Profil weder gestaucht noch gestreckt werden,
da es sich in seine ursprüngliche Länge zurückzieht. Fugenfüllungsmaterial besteht meist aus Geschlossenzellige,-porige Polyethylen.

Hygiene - Anforderungen an Dichtstoffe

Dichtstoffe müssen bei einigen Anwendungen Hygienevorschriften genügen z.B. den Normen nach DIN EN ISO 846. Hier wird das Verhalten des Dichtstoffs gegenüber Bakterien und Schimmelpilzen untersucht.

Innenraumbelastung

Seit etwa zwei Jahrzehnten wird auch der Luftqualität in (nichtgewerblichen) Innen-
räumen Beachtung geschenkt. Dichtstoffe können hinsichtlich ihres Ausgasungs- und
Emissionsverhaltens z. B. mit der VOC-Screening-Methode getestet werden. Die Test-
ergebnisse werden mit den Werten der 2005 vom Ausschuss zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten (AgBB) verglichen und eingestuft. (Testergebnisse z.B.
siehe Havopox 600)

Isolierung

Eine wichtige Funktion der Dichtmassen ist die Versiegelung kleiner Risse und Spalten,
um vor Wind und Wetter zu schützen. Eine Anforderung bei Fensterinnenverfugung ist beispielweise Winddichtheit und Wärmedämmung.

Kaltschweißmittel

Kaltschweißmittel (auch Schmelzdraht, Schweißnähte gennant) wird verwendet, um Bodenbeläge im Laufbereich kraftschlüssig zu verbinden.

Klebeband

Ein Klebeband ist ein Werkzeug zum Abkleben der Fugen. Ein Klebeband soll verhindern, dass andere Stoffe in die Fugen gelangen oder aber um den Bodenbelag
zu schützen. (siehe auch Sarközy-Abklebeband)

Kohäsion

Bei Dichtstoffen bezeichnet Kohäsion die Kräfte, die den Zusammenhalt des Dichtstoffs bewirken. Kohäsion ist für die Festigkeit des ausgehärteten Dichtstoffs bei der Bean-
spruchung verantwortlich.

Lagerfähigkeit

(siehe Haltbarkeit)

Laminat verfugen

Laminat-Fußboden besteht aus mehreren Trägerschichten, auf die eine Holzdekor-
schicht gesetzt wird. Somit wird die Optik eines Parkett-Bodens hergestellt. Verfugungen werden sowohl im Rand-Sockel, als auch in der Fläche vorgenommen. Es empfehlen sich Dichtstoffe, die nach Aushärtung schleifbar sind. (siehe Parkett-Fugenmasse u. Polymercolor)

Laufmeter

Ein Laufmeter oder Laufender Meter ist eine Maßeinheit, die benutzt wird, um Waren,
die als Laufware oder Rollware deklariert wird, in Ihrer Längsabmessung zu beschrei-
ben. Die Laufmeterzahl ist wichtig, um die Menge an benötigten Einheiten an Dichtstoff
zu berechnen. Die Laufmeterzahl pro Kartusche bezieht sich immer auf das Produkt aus Fugenbreite und Fugentiefe.

Lichtechtheit

Die Lichtechtheit beschreibt die Konstanz von Farben bei dauerhafter Beleuchtung. Sonnenlicht mit hohem UV-Licht-Anteil ruft bei vielen Dichtstoffen teils starke Zersetzungen hervor, die zu einer sichtbaren Farbveränderung führen können. Die Bestimmung wird nach DIN EN ISO 105-B 02 durchgeführt. Eine Echtheitszahl von 1 bedeutet eine sehr niedrige, eine Zahl von 8 eine sehr hohe Lichtechtheit. Unsere Produkte Easypox 150, Havopox 620 und Havopox 400 sind mit einer Echtheitszahl
von 7 bewertet worden.

Lösemittel

Lösemittel lösen und entfernen Dichtstoffe von Haftflächen. Dazu zählen bspw. Ester
(z.B. Ethylacetat), Ketone (z.B. 2-Butanon) oder auch Tetrahydrofuran. Unbedingt sollten
die Gebrauchsanweisungen bzw. Pflegeanleitungen von Bodenbelägen und Unter-
gründen beachtet werden, um keine Schädigungen hervorzurufen.

Mauerwerk - Risse abdichten

Immer wieder kann es zu feinen Rissen in Fassaden bzw. dem Mauerwerk kommen. Speziell für dieses Einsatzgebiet empfiehlt sich ein witterungsbeständiger und überstreichbarer Dichtstoff. (Polymercolor, Acryl)

Metallkleber

Für die Verklebung von Metallelementen empfehlen wir den Einsatz eines Dichtstoffes
mit einer hohen Selbstklebekraft. (Polymercolor)

Mischverhältnis

Bei einigen Dichtstoffen ist ein bestimmtes Mischverhältnis zwingend erforderlich, um den Aushärtungsprozess in Gang zu setzen. Betroffen sind hierbei 2-komponentige Dichtstoffe. Die Komponenten (genannt A-Komponente und B-Komponente) müssen
im Mischverhältnis 1:1 stehen.

Nahtfestigkeit

Als Nahtfestigkeit (auch Zugfestigkeit) eines Dichtstoffs bezeichnet man seinen Wider-
stand gegen reißen durch eine Zugkraft. Ermittelt wird die Nahtfestigkeit durch den Zugversuch. Als Ergebnis liegt die äußerste aufgewendete Kraft bezogen auf die Anfangsbreite der Probe vor, bei der die Probe reißt. Die Prüfnorm ist DIN EN 684,
die Einheit N/50 mm.

Neutral-vernetzende Silikone

Neutral-vernetzende Silikone (Oxim, Alkoxi, Benzamid-System), die mit dem Luftsauerstoff reagieren geben dem Vernetzungssystem seinen Namen. Neutral-vernetzende Silikone sind geruchsneutral.

Oberflächenbehandlung

(siehe Beschichtung)

Objectflor

Die objectflor Art und Design Belags GmbH mit Sitz in Köln stellt elastische
Bodenbeläge für den Objekt- und Wohnbereich her.

OP-Saal verfugen

(siehe Hygiene, Anforderungen an Dichtstoffe)

Oxim-vernetzende Silikone

(siehe neutral-vernetzende Silikone)

Parkett Fußboden

Parkett ist ein Holzfußboden-Belag, der aus dem speziellen Hartholz von Laubbäumen gewonnen wird. In einem ersten Arbeitsschritt wird das Hartholz in kleine Stücke gesägt
und in einem zweiten Schritt nach beliebigen Mustern wieder zusammengesetzt. Verfu-
gungen werden sowohl im Rand-Sockel, als auch in der Fläche vorgenommen. Es empfehlen sich Dichtstoffe, die nach Aushärtung schleifbar sind. (Parkett-Fugenmasse
u. Polymercolor)

Phtalat

Phtalat ist ein Weichmacher, der in Dichtmassen eingearbeitet sein kann.

Pigment

Pigmente sind färbende Substanzen, die im Gegensatz zu Farbstoffen im Anwendungs-
medium unlöslich sind. Anwendungsmedium bezeichnet dabei den Stoff, in den das Pigment eingearbeitet wird, bspw. einen Dichtstoff. Durch die Kombination zahlreicher Pigmente ist es uns möglich, über 17.000 Farbschattierungen einstellen zu können.

Pilzhemmend

(siehe Fungizid)

Primer

(siehe Haftvermittler, siehe Havo-Primer)

Project Floors

Project Floors GmbH ist ein Anbieter für Design-Bodenbeläge mit Sitz in Hürth / Deutschland.

Randzonenverschmutzung

Randzonenverschmutzungen sind folgen oftmals bei Auswanderungen von Weich-
machern oder Bindemitteln in anschließende Bauelemente. Auswanderungen von
Ölen in Natursteine bewirken bspw. Verfärbungen.

Reinigung der Fuge

(siehe "Entfernen von Dichtstoffen")

Salzwasserbeständigkeit

(siehe Chemikalienresistenz, Dichtstoff sowie Schiffsdecknähte)

Schiffsbau, Schiffsdecknähte

Dichtstoffe werden im Schiffsbau u. a. zur Verfugung von Schiffsdecknähten verwendet. Dies geschieht am besten mit einer Versieglung, die sowohl Salzwasser- und UV-
beständig ist. (Polymercolor)

Schrumpfung

Als Schrumpfung bezeichnet man die optische Verringerung des Fugenmaterials innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls aufgrund von Wasserabgaben aus dem Dichtstoff z.B. bei Acrylaten. Bei der Verfugung ist dies unbedingt zu beachten.

Silikon

Der beliebte Silikon-Dichtstoff findet besonders im Rand-Sockel-Bereich, Sanitär-
sowie im Fensterbau Anwendung. Man unterscheidet neutral- u. essigvernetzende Silikone. Diese sind dauerelastisch, beständig gegenüber mittleren Säuren und Laugen und relativ UV-stabil. Empfehlenswert ist eine Überprüfung und gegebenenfalls Erneuerung der Silikonfugen nach etwa zwei bis fünf Jahren.

Silikonentferner

(siehe Entfernen von Dichtstoffen)

Standfestigkeit (Viskosität)

Standfestigkeit (auch Viskosität genannt) ist die Eigenschaft des Dichtstoffes, seinem
Eigengewicht standzuhalten und somit ein ebenes Fugenbild zu erhalten, was insbe-
sondere bei vertikal verlaufenden Fugen wichtig ist. Niedrige Standfestigkeit bedeutet,
dass die Dichtstoff-Fuge Ausbuchtungen aufweist und in extremen Fällen sichtbar aus
der Fuge fließt. Die Determinanten der Standfestigkeit sind insbesondere die Dichtstoff-
art und die Temperatur. Je höher die Standfestigkeit, desto zähflüssiger ist der Dichtstoff. Einheit ist Quadratmeter pro Sekunde (m²/s).

Tarkett

Die Tarkett-Unternehmensgruppe ist ein Hersteller von Bodenbelägen aller Art. Der Hauptsitz ist in Frankenthal-Deutschland.

Temperaturbeständigkeit

Die Temperaturbeständigkeit gibt an, bis zu welcher Temperatur-Höchstgrenze ein Dichtstoff zeitweise belastet werden kann, ohne seine technischen Eigenschaften grundlegend zu verlieren. Normalerweise ist ein Dichtstoff im Bereich von -50 °C bis
+150°C belastbar; für höhere Temperaturen sind speziellere Dichtstoffe (z. B. Hoch-
temperatursilikone, Brandschutzsilikone B1 und B2) vorgesehen.

Türzargen

Fugen zwischen Türzargen und Wand sind mit einem Dichtstoff zu versiegeln, der ein geringes Anschmutzverhalten besitzt. (siehe Polymercolor)

Ueberstreichbarkeit

Einige Dichtstoffe lassen sich nach Aushärtung problemlos mit Dispersionsfarben überstreichen. (siehe Polymercolor u. Acryl)

Unifarbene Bodenbeläge

Unifarbene Bodenbeläge sind einfarbig. Um ein optisch hervorragendes Fugenbild
zu gewährleisten, ist es möglich, die Farbe der Dichtstoffe an den unifarbenen
Bodenbelag anzupassen. Wir passen unsere Dichtmassen in 17.000 Farben an.

UV-Beständigkeit

UV-Beständigkeit bedeutet, dass die Dichtstoffe durch UV-Einstrahlung nicht an Farb-
intensität verlieren oder gar Vergilbungen auftreten.

Verarbeitungstemperatur

Die Verarbeitungstemperatur ist ein Temperaturintervall (meist 0° Celsius bis 40°
Celsius) in der ein Dichtstoff verarbeitet werden sollte, ansonsten können Probleme
mit der Durchhärtung oder Schädigungen des späteren Fugenbildes die Folge sein.

Verbrauch

Der Verbrauch von Dichtstoffen errechnet sich aus geometrischen Parametern: Fugentiefe, Fugenbreite, Fugenlänge (Laufmeterzahl). Zu beachten sind auch die Materialeigenschaften des jeweiligen Dichtstoffes. Beispielsweise ist von Acrylaten bekannt, dass diese durch Wasserabgabe bei Aushärtung an Volumen verlieren
und die Fuge eine Schrumpfung erfährt.

Verfärbung

Verfärbungen von Dichtmassen werden unter anderem durch unsachgemäße Reinigung, UV-Einstrahlung oder durch unzureichende Vorbehandlung der Fugen hervorgerufen.

Verlegen, Bodenbelag

Bodenbeläge sollten von qualifizierten Fachleuten (z. B. Maler, Raumausstatter, Estrichverleger) verlegt werden. Als Hilfsmittel werden Kleb- und Dichtstoffe sowie Spachtelmassen und spezielle Werkzeuge zur Fußbodenvorbereitung benötigt.

Viskosität

(siehe Standfestigkeit)

Wartungsfuge

Die Wartungsfuge unterliegt chemischen und mechanischen Einflüssen und muss regelmäßig überprüft werden. Die Überprüfung ist eine Sicht- und Dichteprüfung. Gegebenenfalls muss die Fuge erneuert werden, dann nennt man sie Sanierungsfuge.

Werkzeug

Um eine technisch einwandfrei Arbeitsmethodik einzuhalten, bedient sich der
Bodenleger u. a. folgender Werkzeuge: Cutter, Fugenfräse, Winkelschleifer, Winkel-
schmiege, Kartuschenpistole, Klebeband, Fugenabzieher u. a.

Witex

Witex Flooring Products GmbH stellt Hartbodenbeläge in Augustdorf-Deutschland.

Zugfestigkeit

(siehe Nahtfestigkeit)

Zwei-komponentige Dichtstoffe

Zweikomponentig ist ein Dichtstoff dann, wenn eine Aushärtungsreaktion zwischen
zwei Substanzen in einem bestimmten Mischungsverhältnis auftritt. Eine spezielle
Anordnung der Komponenten (sog. Kammern) trennen vor der Verarbeitung die beiden
Komponenten. Während der Verarbeitung vermischen sich die beiden Komponenten
in einer speziellen Mischdüse. (siehe Easypox 150, Havopox 620, Havopox 400 und
Epoxidharz)

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